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21.05.2008
Neun Kommunen setzen im E-Government auf eine Plattform
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Sorgen für neue Impulse durch Verwaltungsmodernisierung (v.l.): Samtgemeindebürgermeister Andreas Memmert, Regierungsvertreter Ulrich Hagebölling, Samtgemeindebürgermeister Dr. Arne Pautsch, Prof. Dr. Reza Asghari, Samtgemeindebürgermeisterin Ruth Naumann, Landrat Jörg Röhmann, Schladens Kassenleiter Rudolf Hattwig und Samtgemeindebürgermeister Karl-Heinz Spier

Ein Novum in Niedersachsen - erstmals arbeiten alle Kommunen eines Landkreises und Kreisverwaltung im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit gemeinsam an einem E-Government-Projekt. Aktiver Technologie-Transfer der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel bündelt die Kräfte und hilft in Zukunft die Prozesskosten zu senken.
Unter dem Arbeitstitel "Interkommunale E-Government-Architektur für die kreisangehörigen Gemeinden des Landkreises Wolfenbüttel" entwickelte Prof. Dr. Reza Asghari, Leiter des Instituts für E-Business an der Brunswick European Law School der FH Braunschweig/Wolfenbüttel, gemeinsam mit Samtgemeindebürgermeister Dr. Arne Pautsch ein Konzept für eine einheitliche E-Government-Plattform im Landkreis Wolfenbüttel, die komplett auf Open-Source-Technologie (frei verfügbare Programme) setzt. Im Rahmen der neu zu entwickelnden Plattform wird zunächst der Prozess der Verwaltungsvollstreckung umgesetzt. "Bisher hat jede Kommune für sich gearbeitet. Jetzt wollen wir dafür sorgen, dass Vollstreckungen gemeinsam und grenzübergreifend in die Tat umgesetzt werden können", erklärt Dr. Arne Pautsch. Bis dato werden Amtshilfeersuchen im Rahmen der Verwaltungsvollstreckung im Kreisgebiet durch unzählige Papiere begleitet, die ausgefüllt und postalisch versendet werden müssen.

In Zukunft werden Anfragen und Rückmeldungen zentral über eine Plattform papierlos abgewickelt. Dieses erhöht die Durchlaufzeiten und senkt den administrativen Aufwand. Darüber hinaus werden die Vorgänge durch den Einsatz statistischer Analysemöglichkeiten wirtschaftlich messbar. Dabei ist das System so angelegt, dass zukünftig auch weitere Prozesse medienbruchfrei darüber abgewickelt werden können. "Der Prozess der Verwaltungsvollstreckung ist nicht spektakulär, soll aber die Möglichkeiten des intelligenten Einsatzes von E-Government demonstrieren und eine Kultur in der Verwaltung schaffen, Abläufe zu überdenken und gemeinsam innovative Lösungswege zu finden. Dieses Projekt ist Ergebnis unserer langjährigen Forschungstätigkeiten im Institut für E-Business. Wir entwickeln praxisorientierte Lösungen, die gerade für kleine und mittlere Kommunen interessant sind, da im Fokus unseres Ansatzes der Bedarf der Verwaltungen steht.", so Prof. Dr. Reza Asghari.

Quelle: Evelyn Meyer, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, FH Braunschweig/Wolfenbüttel

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