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18.06.2009
Neue E-Government-Plattform beschleunigt Verwaltungsprozesse in Südostniedersachsen
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Sorgen gemeinsam mit allen Bürgermeistern des Landkreises Wolfenbüttel für neue Impulse durch Verwaltungsmodernisierung: Regierungsvertreter Ulrich Hagebölling (Bildmitte), Prof. Dr. Reza Asghari und die Samtgemeindebürgermeister Dr. Arne Pautsch und Andreas Memmert.

Alle acht Kommunen und die Kreisverwaltung im Landkreis Wolfenbüttel nutzen in Zukunft eine einheitliche IT-Plattform für die Abwicklung von behördenübergreifenden Verwaltungsvorgängen im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit. In dieser Woche wurde das Ergebnis des durch das Land Niedersachsen geförderten Projekts in der Regierungsvertretung Braunschweig offiziell vorgestellt. Prof. Dr. Reza Asghari: “Mit FastGov legen wir den Grundstein für eine virtuelle Region Südostniedersachsen“.

Unter Federführung der beiden Samtgemeinden Sickte und Schladen entwickelte das An-Institut für E-Business der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel mit FastGov eine webbasierte Plattform, die neben der Abbildung und Verwaltung von Verwaltungsprozessen auch die Antragsstellung und Bearbeitung über ein System ermöglicht und dabei komplett auf Basis innovativer Open-Source-Technologien entwickelt wurde. „Mit unserer Lösung können die Kommunen bereits vorhandene Prozessbausteine immer wieder neu kombinieren, Verwaltungsprozesse unkompliziert digitalisieren und über das Internet bearbeiten. Diese Prozesse können aber ebenso als Shared Services von anderen Kommunen genutzt werden“, erklärt Institutsleiter Prof. Dr. Reza Asghari. Ziel ist der Aufbau einer universalen Prozessbibliothek, die sich nach und nach durch die Bedürfnisse der Kommunen um weitere Verwaltungsprozesse wächst. „Gerade kleine und mittlere Kommunen verfügen nicht über die Finanzkraft, teure Lizenzen für komplexe Softwaresysteme einzukaufen. Diese sind dazu noch kompliziert einzurichten“, erklärt Andreas Memmert als Bürgermeister der Samtgemeinde Schladen.

Als erster Arbeitsablauf wurde die Verwaltungsvollstreckung in FastGOV implementiert. „Das Amtshilfeersuchen im Rahmen der Verwaltungsvollstreckung erforderte bis jetzt den Einsatz von viel Papier. Nun können wir neue Ersuchen unkompliziert und benutzerfreundlich digital erstellen, bearbeiten und versenden. Dieses vereinfacht die Zusammenarbeit erheblich“, freut sich Dr. Arne Pautsch, Bürgermeister der Samtgemeinde Sickte. Dabei steigt durch die IT-gestützte Abwicklung auch die Transparenz, da der Status jedes Antrags für alle Prozessbeteiligten jederzeit einsehbar ist.

„Der Prozess der Verwaltungsvollstreckung ist nicht spektakulär, soll aber die Möglichkeiten des intelligenten Einsatzes von E-Government demonstrieren und eine Kultur in der Verwaltung schaffen, Abläufe zu überdenken und gemeinsam innovative Lösungswege zu finden. Das Verstehen wir als Hochschulinstitut unter nachhaltigem Technologietransfer“, führt Prof. Dr. Asghari weiter aus. So können die Amtshilfeersuchen der beteiligten Kommunen beim Eintreiben von Forderungen durch den Einsatz der neuen Plattform erheblich vereinfacht und beschleunigt werden. Während es in der Vergangenheit mehrere Wochen dauerte bis Gebühren säumiger Bürger eingezogen wurden, wird dieses in Zukunft nur wenige Tage in Anspruch nehmen und weitere Kommunen der Region können schnell an die erstellte Plattform angeschlossen werden.


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