Aktuelles


15.06.2009
Mobile Dienste bieten neue Impulse für Landwirtschaft – FH-Professor erforscht mögliche Anwendungspotenziale
Zoom (54KB)SuperRes (271KB)

Prof. Dr. Reza Asghari (3.v.r.) erarbeitete in der Fachhochschule mit Vertretern aus der Landwirtschaft und Agrarindustrie u.a. die Idee eines mobilen Katalogs zur Bestimmung von Unkräutern.

Von mobilen Datenbanken für die Bestimmung von Unkräutern bis zum mobilen Stallmanagement – der Einsatz des mobilen Internets bietet gerade in den „grünen Berufen“ der Landwirtschaft ein hohes Potenzial zukünftig Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten. Um diese Möglichkeiten genauer zu untersuchen, lud Prof. Dr. Reza Asghari Experten und Praktiker aus der Region am 15.06.2009 zu einem Workshop in die Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel, dessen Ergebnisse als Projektideen in eine Studie für das Land Niedersachsen einfließen.

Wolfenbüttel – 18.06.2009 – In naher Zukunft wird breitbandiges Internet nahezu flächendeckend zur Verfügung stehen. Hiervon wird gerade der ländliche Raum profitieren, da der Arbeitsplatz der Zukunft mobil und damit nicht mehr zwangsläufig ortsgebunden ist. Insbesondere in der Landwirtschaft bieten sich hier Einsatzmöglichkeiten und Chancen mobiler IT-Anwendungen. „Die Erarbeitung neuer Ideen stand im Mittelpunkt unseres gemeinsamen Brainstormings. Uns ist es wichtig, aus erster Hand zu erfahren, in welchen Bereichen mobile Webapplikationen sinnvoll eingesetzt werden können“, beschreibt Prof. Dr. Reza Asghari die Ziele des Workshops mit Landwirten, Fachleuten aus der Agrarindustrie, der Softwarebranche und Vertretern der Landwirtschaftsverbände. Unterstützt wurde Asghari durch die beiden Samtgemeindebürgermeister Andreas Memmert und Dr. Arne Pautsch sowie dem Landtagsabgeordneten Frank Oesterhelweg.

Aktuell erarbeitet das Institut für E-Business gemeinsam mit den Samtgemeinden Schladen und Sickte in einer Studie die Einsatzpotenziale des mobilen Internets im ländlichen Raum. „Wir haben im Rahmen unserer Forschung Cluster gebildet und recherchieren weltweit Best Practice-Beispiele, die wir im Anschluss evaluieren. Diese Cluster bilden die Bereiche Wirtschaft, Verwaltung, Gesundheitswesen und auch Landwirtschaft. Ziel ist die Entwicklung einer Handlungsempfehlung für die niedersächsische Landesregierung, welche Dienste für das schnelle Internet helfen, den ländlichen Raum attraktiver zu machen“, führt Asghari weiter aus. Dabei sollen auch innovative Projektideen mit regionalem Bezug entwickelt werden. So beschwerten sich die teilnehmenden Landwirte über immer mehr Bürokratie durch gesetzliche Bestimmungen, die man durch die direkte Datenerfassung und Weiterverarbeitung in Anträgen und Berichten eindämmen könnte. Dieses würde auch die Akzeptanz im Einsatz des Internets in dieser Berufsgruppe erhöhen. Konkretes Beispiel ist hier die Dateneingabe im Rahmen der Bodennutzungshaupterhebung. Zu den vorgeschlagenen Ideen gehören aber auch ganz praktische Ansätze, wie die Verfügbarkeit digitaler technischer Zeichnungen und Reparaturanleitungen in der Werkstatt.

„Ziel und Zweck des Workshops war es die Zielgruppe näher kennen zu lernen und erste Denkansätze zu entwickeln. Wir werden nun einzelne Landwirte begleiten und z.B. mit Nordzucker einen Intensiv-Workshop machen, bevor die Ergebnisse im Herbst in großer Runde nochmals zusammentragen und im Anschluss konkretisieren“, erklärt Asghari abschließend. Die Studie wurde Anfang dieses Jahres in Auftrag gegeben und hat eine Laufzeit von einem Jahr.


Die Pressemeldung als Datei zum Download (28KB)
zurück